HYROX ist kein gemütlicher Fitness-Parcours. Es ist ein Race. Du läufst nicht „zur nächsten Station“, du läufst gegen die Uhr.
Das Format ist immer gleich: Du läufst 1 Kilometer, dann kommt ein Workout. Das wiederholt sich achtmal. Am Ende stehen 8 Kilometer Laufen und 8 Stationen auf der Uhr.
Die spannende Frage ist deshalb nicht nur, wie schwer der Schlitten ist. Die Frage ist: Wie groß ist der Laufanteil, wie schnell musst du laufen – und wie hältst du dein Tempo über alle 8 Kilometer?
Genau das schauen wir uns hier mit echten HYROX-Daten an.
Aus dem Regelwerk weißt du: Die Laufstrecke ist immer 8 Kilometer, egal ob Open oder Pro. Spannender ist, wie viel Zeit davon im Rennen wirklich auf das Laufen entfällt. Dazu ein Blick auf vier sehr unterschiedliche Athletinnen und Athleten.
Du siehst das Muster:
Bei Profi-Zeiten liegt der Laufanteil knapp unter 50 Prozent.
Bei ambitionierten Hobbyathletinnen liegt er ziemlich genau bei 50 Prozent.
Selbst im hinteren Feld bleibt der Laufanteil bei etwa 50 Prozent.
Das heißt: Etwa Etwa die Hälfte deiner HYROX-Zeit verbringst du laufend.
Wenn du also deine Gesamtzeit verbessern willst, kommst du am Lauftraining und an deiner Lauftechnik nicht vorbei.
Ein prominentes Beispiel: Sebastian Kienle. Der ehemalige Ironman-Weltmeister finishte HYROX Frankfurt 2024 in 1:09:32 Stunden. Seine Laufzeit lag bei rund 30 Minuten, also etwa 43 Prozent der Rennzeit. Das passt perfekt zu seinem Profil als Ausdauerathlet und zeigt, wie wichtig eine starke Laufbasis im HYROX ist.
Die Zahlen aus Hamburg geben ein gutes Gefühl für die Größenordnung.
Ben Sutherland, 58:33 Gesamtzeit, Run Total 28:37
Das entspricht ungefähr 3:34 Minuten pro Kilometer über alle 8 Kilometer.
Camilla Contesso, 1:03:12 Gesamtzeit, Run Total 31:34
Das entspricht etwa 3:57 Minuten pro Kilometer.
Damit wird klar: Wer bei Pro oder ganz vorne in Open mitspielen will, braucht eine stabile sub-4 minPace im Laufen. Und zwar nach SkiErg, Schlitten und Burpee Broad Jumps.
Marie W., 1:19:14 Gesamtzeit, Run Total 39:44
Das sind etwa 4:58 Minuten pro Kilometer im Schnitt.
Sie liegt damit im vorderen Bereich des Feldes, ohne Profi zu sein. Genau dort, wo viele Athletinnen hinwollen.
Johanna P., 2:01:56 Gesamtzeit, Run Total 1:02:14
Das entspricht im Mittel etwa 7:47 Minuten pro Kilometer.
Im hinteren Feld ist das Lauftempo also immer noch entscheidend. Läuferinnen mit besserer Ökonomie können sich hier schnell um viele Plätze nach vorne schieben.
Du kannst dir das so merken:
Top HYROX Pro
Ziel: rund 3:30 bis 4:00 Minuten pro Kilometer
Ambitionierte Open-Athletin im vorderen Drittel
Ziel: rund 4:30 bis 5:30 Minuten pro Kilometer
Hinteres Feld, solides Finish
Ziel: 6:30 bis 8:00 Minuten pro Kilometer
Und jetzt kommt der Haken: Diese Paces musst du mit schweren Beinen nach den Stationen halten. Genau hier entscheiden Lauftechnik und Pacing über deine Platzierung.
Jetzt wird es richtig spannend. Wir schauen nicht nur auf Durchschnittstempo, sondern auf alle 8 Laufabschnitte hintereinander.
Laufzeiten pro Kilometer und Veränderung zum vorherigen Abschnitt:
Über die ersten sieben Kilometer ist das Tempo extrem stabil. Der letzte Kilometer wird allerdings deutlich langsamer. Rund zehn Prozent Zeitverlust zum Einstiegskilometer, obwohl wir hier von Weltklasse sprechen.
Hier siehst du ein anderes Muster:
Run 1 ist eher konservativ.
Danach pendelt sie sich zwischen 4:45 und 5:05 Minuten ein.
Der letzte Kilometer wird auch hier rund zehn Prozent langsamer.
Die Schwankungen sind hier deutlich größer. Der letzte Kilometer bricht massiv ein und ist fast 70 Prozent langsamer als der siebte. Trotzdem bleibt der Laufanteil an ihrer Gesamtzeit bei etwa 50 Prozent.
Fazit aus allen drei Beispielen: Der letzte Kilometer ist fast immer deutlich langsamer. Egal ob Elite, vorderes Drittel oder hinteres Feld.
Was machst du mit diesen Zahlen im Training und im Rennen?
Viele Athletinnen laufen den ersten Kilometer zu aggressiv oder viel zu konservativ. Bei Pro-Zeiten siehst du das kaum. Sutherland und Contesso starten nahe an ihrem Zieltempo und bleiben dort erstaunlich stabil.
Dein Ziel im HYROX:
Run 1 zügig, aber unter Kontrolle.
Du solltest das Gefühl haben, noch bewusst atmen und sauber stehen zu können, wenn du in die erste Station kommst.
In den Daten siehst du große Einbrüche rund um die Mitte und gegen Ende:
Bei vielen Athletinnen verschiebt sich das Tempo ab Run 5 deutlich nach oben.
Die Beine sind schon müde vom Schlitten und den Burpees, die Konzentration lässt nach.
Plane dein Pacing so, dass Run 5 und 6 deine Stabilitäts-Kilometer sind. Wenn du hier das Tempo halten kannst, bleibt genug Luft, um am Ende nicht komplett einzubrechen.
Run 8 ist die Endgegnerin. Bei allen Beispielen wird der letzte Kilometer deutlich langsamer. Zwischen 8 und 10 Prozent bei Top-Leistungen, bis zu 60 Prozent im hinteren Feld.
Du kannst das im Training vorbereiten:
Setze dir klare Technik-Anker für den Schlusskilometer.
Konzentriere dich auf einfache Bilder, etwa ruhiger Armschwung, stabile Mitte, weiche Landung.
Trainiere gezielt kurze, harte Schlussintervalle nach ermüdenden Übungen.
So verhinderst du, dass du in einen „Überlebensmodus“ fällst, in dem deine Technik völlig zusammenbricht.
Ermüdung wirst du nie komplett vermeiden. Aber du kannst entscheiden, wie sehr sie deine Lauftechnik zerstört. Genau hier setzt eine Laufanalyse für HYROX an.
Deine Splits Wie verteilen sich deine 8 Laufkilometer, wo verlierst du Prozentpunkte, wo bist du stabil?
Deine Technik im ermüdeten Zustand Wie verändert sich deine Haltung nach Schlitten und Burpees, was passiert mit Schrittlänge und Frequenz?
Dein Pacing-Modell Passt deine Belastung im Laufen zu deinen Stärken an den Stationen, oder schießt du zu früh dein Pulver?
1. Kostenlose Technik-Checkliste laden
Damit du schon allein erste Stellschrauben im Laufteil erkennst. Nutze hier auch Videos von dir beim HYROX zum Vergleich.
2. KinetIQ Academy: Lauftechnik-Modul testen
Hier bekommst du strukturierte Inhalte, auch speziell für HYROX-Laufen.
3. Laufanalyse machen
Wenn du es genau wissen willst, bringen wir deine Splits und deine Technik zusammen und machen aus deinem HYROX-Laufanteil einen echten Vorteil.
HYROX ist Fitness Racing. Fast die Hälfte davon ist Laufen.
Hol dir genau dort deine Minuten zurück.
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